Arme Schweine

Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration

Eine der vier großen Mythen in der aktuellen Debatte ist, dass es keine Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration gäbe. Dies ist einfach faktisch nicht richtig, da in immer mehr Ländern ja verschiedene Alternativen angewandt werden. In manchen Ländern flächendeckend oder zum Teil auch seit Jahrhunderten, wie zum Beispiel die Ebermast in UK.

Wir möchten heute einfach mal die zwei groben Richtungen vorstellen, die es hier gibt: Die Ferkelkastration einfach bleiben lassen, also die Tiere unversehrt als sogenannte Jungeber mästen. Oder wenn man sich für eine Kastration entscheidet, diese nur unter Narkose durchzuführen.

Ebermast

Eine der Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration ist die Jungebermast. Dabei wird einfach komplett auf die Kastration verzichtet. Natürlich geht das nur, wenn man auf die Schweine und ihre Bedürfnisse in höherem Maße Rücksicht nimmt, als bisher, die Ställe anpasst, die Hygiene auf einem hohen Niveau hält und die Fütterung anpasst. Auch die Schlachthöfe müssten sich darauf einstellen und der Handel müsste es mittragen. Ein Weg also, der eine breite Zustimmung bräuchte, dann aber sicher zum tiergerechtesten gehört, was eine Fleischwirtschaft tun kann.

Mehr Infos dazu in diesem Fact-Sheet zur Jungebermast.

Kastration unter Narkose

Eine Variante, die sehr zügig umgesetzt werden kann, auch von einzelnen Landwirt*innen, ist die Kastration unter Narkose. Bei dieser wird den Ferkeln entweder eine Narkosespritze verabreicht oder über ein Narkosegas eine Narkose herbeigeführt. Beide Methoden werden aktuell bereits angewandt und erweisen sich als brauchbar. Ein Großteil der Tiere erlebt dadurch die Kastration nicht mehr bewusst mit. Dies wäre ein weiterer großer Fortschritt!

Mehr Infos dazu im Fact-Sheet zur Kastration unter Narkose.

Lasst es uns gemeinsam umsetzen!

Gemeinsam ist all diesen – bereits in der Praxis bewährten – Alternativen, dass sie nicht umsonst sind; je nach angewandter Alternativ Methode gilt es für die Betriebe einmalige Investitionskosten zu absorbieren, bzw. dauerhaft um ein paar Cent erhöhte Kosten pro Kilo Fleisch zu akzeptieren.
Aus diesem Grund sind hier besonders die großen Supermarkt Ketten gefordert, diese Kosten über ihre Preispolitik abzufedern.
Fleisch darf kein Preis Dumping Produkt sein; Der Kampf um Marktanteile nicht auf dem Rücken der Bauern und Nutztiere ausgetragen werden.

Weitere Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration?

Weitere Informationen, unter anderem zu diesen und weiteren Methoden, findest du unter dem Menüpunkt Ressourcen.

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