Arme Schweine

Lasst die Schweine ganz!

Nach wie vor ist es in Österreich üblich, wenige Tage alte Ferkel durch schmerzhafte, operative Eingriffe an unzureichende Haltungsbedingungen anzupassen. Den Tieren werden – ganz ohne Betäubung – die Schwänze abgeschnitten, die Eckzähne abgeschliffen und den männlichen Tieren die Hoden aus dem Unterbauch geschnitten. Dass diese Verstümmelungen zum Teil gegen geltendes Tierschutzrecht verstoßen, scheint in Politik und Landwirtschaftskammer niemanden zu interessieren.

Wir von UNITED CREATURES fordern daher von den Verantwortlichen, dass bei den genannten Eingriffen geltendes Recht eingehalten, und vor allem endlich ein Ende der chirurgischen Kastration in die Wege geleitet wird.

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Faktencheck: Hofers Auskunft über FairHof

Wir haben vor knappen drei Wochen den Artikel Hofers blinder Fleck bei FairHof geschrieben, in dem wir kritisieren, dass Hofer das Thema Ferkelkastration bei seinem Tierwohl-Programm „FairHof“ ausblendet. Dabei wollten wir es eigentlich bewenden lassen, bis zur Fortführung persönlicher Gespräche, für welche Hofer aber leider erst in über einem Monat Zeit findet.

Da sich nach unserem Artikel nun mehrere Konsument*innen schriftlich bei Hofer über das Fortbestehen der Schmerzkastration beschwert haben, hat dieser begonnen, schriftliche Beantwortungen auszusenden, die wir nicht unwidersprochen stehen lassen können. Nicht, weil alles darin Gesagte falsch wäre, sondern weil manches in dem Schreiben eben unerwähnt bleibt.

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Das neue Tierschutzgesetz schneidet schlecht ab – außer Ferkelhoden

Im Rahmen der Pressekonferenz vom 23. Februar 2017, die wir gemeinsam mit den Organisationen VGT, Wiener Tierschutzverein und dem Verband Pro Tier gegeben haben, haben wir folgende Erklärung zu den geplanten Änderungen im Tierschutzgesetz und der 1. Tierhaltungsverordnung abgegeben:

Die im aktuellen Entwurf vorgesehene Form der Ferkelkastration lehnt die Tierschutzorganisation UNITED CREATURES entschieden ab. Es handelt sich dabei nach wie vor um eine Schmerzkastration.

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Hofers blinder Fleck bei FairHOF

„Wir achten auf mehr Auslauf“, und „Keine kupierten Ringelschwänzchen“. Mit Sätzen wie diesen wirbt der Lebensmitteleinzelhändler Hofer derzeit hier in Österreich lautstark für seine neue Marke „FairHOF“. Unter anderem gibt es Schweinefleisch von Schweinen, die laut Richtlinie des dahinterliegenden Gütesiegels doppelt so viel Platz haben, wie gesetzlich vorgeschrieben – und diesen sogar zum Teil in einem ständig zugänglichen Freibereich. Das klingt gut – und ist auf jeden Fall ein großer Schritt vorwärts. Aber wer „Fair“ sagt, muss auch fair handeln, und darf nicht nur Rosinen picken:

Die Schmerzkastration von Ferkeln, ohne Betäubung, nur mit einer unzulänglichen postoperativen Schmerzbehandlung, ist einer der ganz großen Missstände in der österreichischen Schweineproduktion – seit Jahren angeprangert von UNITED CREATURES und einem übergreifenden Konsens der Fachwelt. Auch die Bevölkerung hat sich klar gegen diese Tierqual ausgesprochen.

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Nur heiße Luft? Dann besser Luftballons aufblasen statt Versprechen platzen zu lassen!

Ein überdimensionales Schwein saß heute Morgen vor dem Lebensministerium in Wien. Zusammengesetzt aus zahlreichen Luftballons. Und mit Hoden. Wie es sich für ein ordentliches, männliches Schwein gehört; was aber in Österreich eine Seltenheit ist, denn die meisten männlichen Ferkel werden wenige Tage nach ihrer Geburt ohne jegliche Schmerzausschaltung kastriert.

Und weil das genauso schmerzhaft und tierquälerisch ist, wie es klingt, gab es in den letzten Jahren Arbeitskreise und Diskussionsprozesse, um diese medizinisch nicht notwendige Operation wenn schon nicht zu verbieten, dann doch wenigstens nur unter Schmerzausschaltung durchzuführen. Wie in manchen Ländern bereits seit Jahren üblich, und in anderen EU-Ländern in Kürze vorgeschrieben.

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Ignorieren Politik, Handel und Landwirtschaft die Bevölkerung?

Das Bündnis FairFerkel hat im Oktober 2016 eine Umfrage zum Thema Ferkelkastration durchführen lassen. Die Antworten sind so eindeutig, dass mensch sich fragen muss, warum sich bis heute keine der Regierungsparteien, und nur eine der Oppositionsparteien dazu geäußert hat. Ignorieren hier die Vertretungen der Landwirtschaft, der Lebensmitteleinzelhandel und die Politik die mehr als klaren Positionen der Bevölkerung?

Was haben wir gefragt?

  • Wir wollten von den Österreicherinnen und Österreichern wissen, ob ihnen bekannt ist, dass Ferkel ohne jegliche Schmerzausschaltung kastriert werden. Und dass das auch in den allermeisten Bio-Betrieben so ist.
  • Wir haben gefragt, ob die Erwartung besteht, dass die Ferkelkastration, wenn sie schon stattfindet, möglichst schmerzfrei durchgeführt wird.
  • Ob die Menschen hier in Österreich es überhaupt problematisch finden, dass die Ferkel ohne Betäubung kastriert werden.
  • Wer den Mehrpreis bezahlt, wenn denn einer anfallen sollte durch ein Ende der betäubungslosen Kastration.
  • Und ob Handlungsbedarf durch die Politik gesehen wird.

Wie waren die Ergebnisse?

Mehr als eindeutig! In jedem einzelnen Punkt. Die Ergebnisse im Überblick:

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Schweinemäster-Verband für ein Ende der Kastration?

Einer der größten Schweinemäster-Verbände Österreichs ist die steirische Styriabrid. Deren Obmann Kurt Tauschmann hat vor Kurzem ein Interview gegeben, in dem er sich zum aktuellen Diskussionsprozess rund um die Kastration von Schweinen äußert. Darin erklärt er, dass ein Verbot der Schmerzkastration für die österreichischen Schweinebauern eine totale Katastrophe wäre, denn was in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern funktioniert, würde in Österreich nicht funktionieren. Die bereits existierenden Alternativen wären nämlich hier nicht machbar. Obwohl Herr Tauschmann in seiner Funktion wissen sollte, dass es hierzulande sehr wohl bereits einzelne Betriebe gibt, welche die von ihm aufgeführten Alternativen erfolgreich anwenden: Ebermast und Kastration unter Narkose. Also unter völliger Schmerzausschaltung.

Von beiden Methoden behauptet er, dass sie nicht funktionieren würden. Und für die dritte Alternative, die sogenannte Immunokastration, sieht er komplett schwarz. Denn sie stelle „einen Hormoneingriff in das Tierleben [dar] und [stehe] damit für etwas, das in Österreich insgesamt von der Gesellschaft abgelehnt wird.“ Damit spielt der Funktionär wieder einmal bewusst mit öffentlichen Ängsten, indem er eine Methode fälschlich in das Eck „Hormonpräparat“ stellt. Was sie aber definitionsgemäß nicht ist. Und wer etwas anderes behauptet, kennt sich in seinem eigenen Metier nicht aus, oder führt die Konsument*innen bewusst in die Irre. Denn worin besteht der Unterschied zwischen Immunokastration und der chirurgischen Schmerzkastration? Und wo sind die Parallelen?

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Nicht jeder hat die Eier, das Leid zu beenden

Wir waren jetzt 2 Jahre relativ still, was diese Kampagne angeht. Der Hintergrund ist recht simpel: Es gab sehr schnell einen ersten Erfolg. Das Gesundheitsministerium, das für Tierschutz verantwortlich ist, hat nämlich als Reaktion auf unser Engagement einen „Stakeholder-Prozess“ zum Thema eingerichtet. Sprich: Es gab regelmäßige Arbeitskreise, an denen Vertreter*innen des Tierschutzes und der Tierschutzombudsleute (also der von den Bundesländern bezahlten Tierschutzvertreter*innen), der Fleischbranche, der Viehhändler*innen, der Schweinezüchter*innen, des Handels, der Landwirt*innen, wir als Tierrechtler*innen und einige weitere teilgenommen haben.

Der Stakeholder-Prozess hat sich nicht nur mit der Ferkelkastration beschäftigt, sondern mit allen Eingriffen bei Nutztieren, die derzeit in Österreich noch ohne Betäubung erlaubt sind:

  • Kastration von Schweinen
  • Schwänze kürzen bei Schweinen
  • Hornanlagen ausbrennen bei Kälbern
  • Hornanlagen ausbrennen bei Ziegenkitzen

Das haben wir sehr begrüßt, da uns selbstverständlich auch diese Form der Gewalt ein Dorn im Auge ist – und wenn dessen Ausmaß eingedämmt wird, so ist das zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus wollen wir aber das  Ziel nicht aus den Augen verlieren:  trotz aller Pragmatik und Kompromissbereitschaft gegenüber den realen Verhältnissen, ist es absolut inakzeptabel, weiterhin Tiere chirurgisch an unzureichende Haltungsbedingungen anzupassen, anstatt die Haltungsbedingungen an die Bedürfnisse der Tiere.

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Wieviel darf Tierschutz kosten?

Foto einer europäischen 1 Cent Münze

Am Beispiel der Ferkelkastration in Österreich

Alle lieben Bio, alle fordern Tierschutz. Nicht immer erweist sich diese Liebe als wirtschaftlich.

Schrieb die FAZ Anfang des Jahres. Oder schon fünf Jahre zuvor:

Der Landwirt kann für sich ins Feld führen, dass er von seiner Produktion leben muss. Weniger Leid und mehr Platz für das Tier treiben die Kosten. Die entscheidende Frage ist, wie viel Tierschutz man sich leisten will.

Denn hier, so wird regelmäßig in Diskussionen und Gesprächen argumentiert, zeige sich, dass die meisten Menschen eben doch kein Interesse am Tierschutz hätten. Denn sie würden die Mehrkosten, die das verursachen würde, einfach nicht leisten wollen. An der Kassa würde ganz einfach immer noch anders „abgestimmt“, als in Umfragen.

Ich möchte heute kurz mal mit euch ansehen, um welche Beträge es hier geht. Auch wenn natürlich die Frage gestellt werden könnte, ob die Kosten tatsächlich immer die Endkund*innen tragen müssen.

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Ebermast als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration

Eine der möglichen Alternativen zur Schmerzkastration, wie sie bis heute in der österreichischen Landwirtschaft bei Ferkeln durchgeführt wird, ist die Mast von unkastrierten Jungebern. Diese wird oft von verschiedenen Seiten als schwer durchführbar dargestellt. Die Tiere wären wahnsinnig aggressiv, heißt es, und bei vielen der Tiere würden Geruchsauffälligkeiten auftreten, welche die Kund*innen nicht akzeptierten.

Der aktuelle Stand der Forschung und die Ergebnisse der Praxisversuche zeigen jedoch ein ganz anderes Bild!

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