Arme Schweine

Nicht jeder hat die Eier, das Leid zu beenden

Wir waren jetzt 2 Jahre relativ still, was diese Kampagne angeht. Der Hintergrund ist recht simpel: Es gab sehr schnell einen ersten Erfolg. Das Gesundheitsministerium, das für Tierschutz verantwortlich ist, hat nämlich als Reaktion auf unser Engagement einen „Stakeholder-Prozess“ zum Thema eingerichtet. Sprich: Es gab regelmäßige Arbeitskreise, an denen Vertreter*innen des Tierschutzes und der Tierschutzombudsleute (also der von den Bundesländern bezahlten Tierschutzvertreter*innen), der Fleischbranche, der Viehhändler*innen, der Schweinezüchter*innen, des Handels, der Landwirt*innen, wir als Tierrechtler*innen und einige weitere teilgenommen haben.

Der Stakeholder-Prozess hat sich nicht nur mit der Ferkelkastration beschäftigt, sondern mit allen Eingriffen bei Nutztieren, die derzeit in Österreich noch ohne Betäubung erlaubt sind:

  • Kastration von Schweinen
  • Schwänze kürzen bei Schweinen
  • Hornanlagen ausbrennen bei Kälbern
  • Hornanlagen ausbrennen bei Ziegenkitzen

Das haben wir sehr begrüßt, da uns selbstverständlich auch diese Form der Gewalt ein Dorn im Auge ist – und wenn dessen Ausmaß eingedämmt wird, so ist das zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus wollen wir aber das  Ziel nicht aus den Augen verlieren:  trotz aller Pragmatik und Kompromissbereitschaft gegenüber den realen Verhältnissen, ist es absolut inakzeptabel, weiterhin Tiere chirurgisch an unzureichende Haltungsbedingungen anzupassen, anstatt die Haltungsbedingungen an die Bedürfnisse der Tiere.

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Wieviel darf Tierschutz kosten?

Foto einer europäischen 1 Cent Münze

Am Beispiel der Ferkelkastration in Österreich

Alle lieben Bio, alle fordern Tierschutz. Nicht immer erweist sich diese Liebe als wirtschaftlich.

Schrieb die FAZ Anfang des Jahres. Oder schon fünf Jahre zuvor:

Der Landwirt kann für sich ins Feld führen, dass er von seiner Produktion leben muss. Weniger Leid und mehr Platz für das Tier treiben die Kosten. Die entscheidende Frage ist, wie viel Tierschutz man sich leisten will.

Denn hier, so wird regelmäßig in Diskussionen und Gesprächen argumentiert, zeige sich, dass die meisten Menschen eben doch kein Interesse am Tierschutz hätten. Denn sie würden die Mehrkosten, die das verursachen würde, einfach nicht leisten wollen. An der Kassa würde ganz einfach immer noch anders „abgestimmt“, als in Umfragen.

Ich möchte heute kurz mal mit euch ansehen, um welche Beträge es hier geht. Auch wenn natürlich die Frage gestellt werden könnte, ob die Kosten tatsächlich immer die Endkund*innen tragen müssen.

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Ebermast als Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration

Eine der möglichen Alternativen zur Schmerzkastration, wie sie bis heute in der österreichischen Landwirtschaft bei Ferkeln durchgeführt wird, ist die Mast von unkastrierten Jungebern. Diese wird oft von verschiedenen Seiten als schwer durchführbar dargestellt. Die Tiere wären wahnsinnig aggressiv, heißt es, und bei vielen der Tiere würden Geruchsauffälligkeiten auftreten, welche die Kund*innen nicht akzeptierten.

Der aktuelle Stand der Forschung und die Ergebnisse der Praxisversuche zeigen jedoch ein ganz anderes Bild!

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Ferkelkastration als Thema im Gesundheitsausschuss

Am 26. Juni hat im Parlament der Gesundheitsausschuss getagt. Zu dessen Themen zählt auch der Tierschutz, da dieser im Gesundheitsministerium aufgehängt ist. Eines der Themen dort war die Ferkelkastration, da diese von so gut wie allen Oppositionsparteien auf die Tagesordnung gebracht wurde.

So hat laut der offiziellen Parlamentskorrespondenz zum Beispiel der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Pirklhuber die Ferkelkastration mit Schmerzausschaltung angesprochen. Der Gesundheitsminister Alois Stöger ging auf die Frage der Ferkelkastration ein. Er berichtete den Abgeordneten, dass bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt sei, die im September ihre Tätigkeit aufnehme. Dem Bundesministerium für Gesundheit sei die breite Einbindung von Expert_innen wichtig. Eine genaue Zielrichtung der Arbeitsgruppe wurde aber nicht genannt.

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Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration

Eine der vier großen Mythen in der aktuellen Debatte ist, dass es keine Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration gäbe. Dies ist einfach faktisch nicht richtig, da in immer mehr Ländern ja verschiedene Alternativen angewandt werden. In manchen Ländern flächendeckend oder zum Teil auch seit Jahrhunderten, wie zum Beispiel die Ebermast in UK.

Wir möchten heute einfach mal die zwei groben Richtungen vorstellen, die es hier gibt: Die Ferkelkastration einfach bleiben lassen, also die Tiere unversehrt als sogenannte Jungeber mästen. Oder wenn man sich für eine Kastration entscheidet, diese nur unter Narkose durchzuführen.

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Hat der Handel die Eier, das Leid zu beenden?

Ferkel, die in Österreich auf die Welt kommen, werden in den ersten Tagen kastriert. Ihnen werden also die Hoden aus den Körpern geschnitten. Dies geschieht ohne Schmerzausschaltung!

Glücklicherweise gibt es durch unsere Kampagne endlich einen Dialog zum Thema, an dem sich einige fortschrittliche Landwirte und die Politik bereits intensiv beteiligen. Aber andere wichtige Akteure schweigen bisher zu dem Thema. Und das, obwohl die Sachlage eindeutig ist.

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Gesundheitsminister Stöger erkennt Veränderungsbedarf bei betäubungsloser Ferkelkastration!

Wir freuen uns, heute verkünden zu können, dass unsere Gespräche mit den Verantwortlichen im Gesundheitsministerium einen ersten Hoffnungsschimmer aufkommen lassen. Ein längeres Treffen im Ministerium hat vier Ergebnisse gebracht, die wir hiermit gerne bekannt geben:

  1. Bundesminister Alois Stöger und seine Fachleute im Gesundheitsministerium sehen deutlichen Veränderungsbedarf beim Thema der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. Es wurde zugestimmt, dass diese nicht tragbar ist.
  2. Es ist klar Gesprächsbereitschaft vorhanden und es wird unser Ansatz voll unterstützt, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen.
  3. Das Bundesministerium wird daher eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Tierschutzrates und des Beirates „österreichischer Tiergesundheitsdienst“ einsetzen, um dieses Thema zu diskutieren. Diese Arbeitsgruppe wird spätestens im September zusammenkommen.
  4. Beide Seiten möchten zum Thema in gutem Kontakt bleiben.

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Wie Zeitungen PR-Aussagen als Wahrheiten berichten

Die Tiroler Tageszeitung glänzt in einem gestern online veröffentlichten Artikel förmlich mit kritischem Journalismus, indem zu einem komplexen Thema einfach die Aussagen von Branchenvertretern unüberprüft und unhinterfragt abgetippt werden. Anlass war ein „Hintergrundgespräch“, bei dem Journalist*innen die Sicht der Schweinewirtschaft auf die schmerzhafte Ferkelkastration näher gebracht wurde. Leider verwechseln manche Mitglieder der Medienzunft interessensgeleitete Aussagen mit objektiven Wahrheiten. Aber man kann auch die Wahrheit verbiegen, indem man Punkte nicht anspricht oder nicht darüber schreibt.

Verschiedene Meinungen zu einem Thema einzuholen, selbst zu recherchieren und Aussagen zu prüfen und dann ausgewogen zu berichten ist eigentliche Aufgabe von Journalismus.

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Warum werden Ferkel überhaupt kastriert?

Nahezu 100 Prozent aller männlichen österreichischen Ferkel werden kastriert. Also mit einem Skalpell aufgeschnitten und die innen liegenden Hoden abgetrennt. Dies geschieht in den ersten Lebenstagen der Ferkel – und leider völlig ohne Schmerzausschaltung. Obwohl es Alternativen gibt!

Als wir einer größeren Anzahl von Menschen im Vorfeld der Initiative für ein Ende der betäubungslosen Ferkelkastration davon erzählt haben, waren die allermeisten ziemlich entsetzt. Es war ihnen schlicht und ergreifend nicht bewusst, dass das passiert. Die Frage, die uns dabei am häufigsten gestellt wurde, war: „Warum?“

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Wie sieht die betäubungslose Ferkelkastration aus?

Wir glauben das es wichtig ist, die Wahrheit zu zeigen. Denn nur informierte Menschen können kluge Entscheidungen treffen.

Im Rahmen unseres Projekts PIG VISION, bei dem wir zwei Ferkel von der Geburt bis zur Schlachtung des einen mit der Kamera begleitet haben, durften wir auch die betäubungslose Kastration von Ferkeln filmen. Dieses Video möchten wir allen, die sich selbst ein Bild machen wollen, zur Verfügung stellen.

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