Arme Schweine

Ignorieren Politik, Handel und Landwirtschaft die Bevölkerung?

Das Bündnis FairFerkel hat im Oktober 2016 eine Umfrage zum Thema Ferkelkastration durchführen lassen. Die Antworten sind so eindeutig, dass mensch sich fragen muss, warum sich bis heute keine der Regierungsparteien, und nur eine der Oppositionsparteien dazu geäußert hat. Ignorieren hier die Vertretungen der Landwirtschaft, der Lebensmitteleinzelhandel und die Politik die mehr als klaren Positionen der Bevölkerung?

Was haben wir gefragt?

  • Wir wollten von den Österreicherinnen und Österreichern wissen, ob ihnen bekannt ist, dass Ferkel ohne jegliche Schmerzausschaltung kastriert werden. Und dass das auch in den allermeisten Bio-Betrieben so ist.
  • Wir haben gefragt, ob die Erwartung besteht, dass die Ferkelkastration, wenn sie schon stattfindet, möglichst schmerzfrei durchgeführt wird.
  • Ob die Menschen hier in Österreich es überhaupt problematisch finden, dass die Ferkel ohne Betäubung kastriert werden.
  • Wer den Mehrpreis bezahlt, wenn denn einer anfallen sollte durch ein Ende der betäubungslosen Kastration.
  • Und ob Handlungsbedarf durch die Politik gesehen wird.

Wie waren die Ergebnisse?

Mehr als eindeutig! In jedem einzelnen Punkt. Die Ergebnisse im Überblick:

Die meisten ÖsterreicherInnen wissen nicht, dass es diesen schmerzhaften Eingriff gibt!

Unsere Frage: Haben Sie schon davon gehört, dass Ferkel in konventionellen Betrieben / Bio-Betrieben meist nicht vor der Kastration betäubt werden?

Die Antworten:

Bei konventionellen Betrieben:

Ja
37%
Nein
61%

Bei Bio-Betrieben:

Ja
24%
Nein
71%

Den ÖsterreicherInnen ist das vermeidbare Leid der Tiere nicht egal!

Unsere Frage: Stört es Sie, dass Ferkel bei der Kastration Schmerzen erleiden müssen?

Die Antworten:

Ja
78%
Nein
17%

Von der Bio-Tierhaltung wird erwartet, dass Sie den Tieren keinen vermeidbaren Schmerz zufügt!

Unsere Frage: Erwarten Sie von Bio-Betrieben, dass diese die Ferkel-Kastration möglichst schmerzfrei durchführen?

Die Antworten:

Ja
87%
Nein
8%

Wäre den KonsumentInnen im Geschäft bewusst, dass das Fleisch von betäubungslos kastrierten Tieren stammt, würden sie es nicht kaufen!

Unsere Frage: Würden Sie Fleisch von Schweinen kaufen, die bei der Kastration nicht betäubt wurden?

Die Antworten:

Ja
28%
Nein
62%

Für anderes Schweinefleisch würden die KonsumentInnen sogar mehr bezahlen!

Unsere Frage: Würden Sie einen Mehrpreis von einigen Cent für Schweinefleisch zahlen, wenn garantiert ist, dass das Ferkel nicht ohne Betäubung kastriert wurde?

Die Antworten:

Ja
74%
Nein
18%

Die Politik ist gefordert, die betäubungslose Ferkelkastration zu verbieten!

Unsere Frage: Sind Sie der Meinung, dass eine Kastration ohne Betäubung in Österreich gesetzlich verboten werden sollte?

Die Antworten:

Ja
82%
Nein
12%

Alle Antworten im Detail, sowie die Struktur der Befragten und die Methode finden Sie in der Präsentation zur Umfrage.

Wäre ein baldiges Ende der betäubungslosen Ferkelkastration überhaupt machbar?

Natürlich. In vielen anderen Ländern ist dieser extrem schmerzhafte Eingriff ja schon längst verboten. In anderen Ländern ist er demnächst verboten. In Deutschland zum Beispiel ab 2019.

Und dieses Verbot ist umsetzbar. Denn die Kastration findet ausschließlich statt, weil es bei männlichen Schweinen zu Geruchsabweichungen des Fleisches kommen kann. Zum sogenannten Ebergeruch. Daher werden die Hoden aus dem Unterbauch geschnitten, da hier die für den Geruch verantwortlichen Hormone ausgeschüttet werden. (Mehr Informationen: „Warum werden Ferkel überhaupt kastriert?„)

Den gleichen Effekt kann man mit drei Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration erreichen, die alle zur Genüge erforscht sind und in der Praxis bereits erfolgreich angewandt werden:

  • Weiterhin chirurgische Kastration – aber eben mit Betäubung
  • Jungebermast, bei der die Tiere nicht kastriert werden, der Ebergeruch aber durch besseres Management unter Kontrolle bleibt
  • Immunokastration, bei der das Immunsystem der Tiere selbst den Ebergeruch verhindert

Alle Informationen zu den Alternativen finden Sie in unserem Bereich Ressourcen.

Wenn die Verantwortlichen nicht agieren – was kannst Du dann machen?

Du kannst aufhören, Schweinefleisch zu konsumieren. Denn egal ob bio oder konventionell – Ferkel werden nahezu immer ohne Betäubung kastriert. Also unter voller Wahrnehmung des Schmerzes!

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Weitere Informationen rund um die Ferkelkastration, warum wir so vehement dagegen sind, und welche Alternativen es gibt, findest Du in unserem Bereich Ressourcen.

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