Arme Schweine

Warum werden Ferkel überhaupt kastriert?

Nahezu 100 Prozent aller männlichen österreichischen Ferkel werden kastriert. Also mit einem Skalpell aufgeschnitten und die innen liegenden Hoden abgetrennt. Dies geschieht in den ersten Lebenstagen der Ferkel – und leider völlig ohne Schmerzausschaltung. Obwohl es Alternativen gibt!

Als wir einer größeren Anzahl von Menschen im Vorfeld der Initiative für ein Ende der betäubungslosen Ferkelkastration davon erzählt haben, waren die allermeisten ziemlich entsetzt. Es war ihnen schlicht und ergreifend nicht bewusst, dass das passiert. Die Frage, die uns dabei am häufigsten gestellt wurde, war: „Warum?“

Maximal 1 bis 5 Prozent der Eber entwickeln einen Geruch, den manche Konsument*innen nicht mögen

Ein Teil dieser Hormone und einige ihrer Abbauprodukte werden im Fettgewebe der Eber eingelagert. Sind hier nun zu viele dieser Stoffe vorhanden, wird beim Erhitzen des Fleisches ein unangenehmer Geruchsmix freigesetzt. Der sogenannte Ebergeruch.

Obwohl dies lediglich bei einem kleinen Prozentsatz der Tiere passiert und darüber hinaus viele Menschen diesen Geruch garnicht wahrnehmen können, ist es übliche Praxis, den Ferkeln in den ersten Lebenstagen die Hoden herauszuschneiden – ohne Schmerzausschaltung. Denn wo kein Hoden ist, können keine Hormone produziert werden.

Es gibt praxistaugliche Alternativen dazu

Die Thematik ist weder für die Politik, noch für die Wissenschaft neu. Sie wird wenn überhaupt von der österreichischen Politik ein wenig verschlafen. Und das, obwohl es etliche Ansätze gibt, die qualvolle Schmerzkastration nicht mehr durchführen zu müssen.

In vielen Ländern gibt es traditionell andere Verfahren, wie zum Beispiel die Ebermast, bei der man die Tiere einfach völlig unversehrt lässt. Da gibt es Methoden und Arbeitsweisen in der Tierhaltung, um hier nur ganz wenige Tiere mit Geruchsauffälligkeiten zu haben. Gute Bedingungen im Stall, bei der Fütterung und eine gute Hygiene sind hierfür Beispiele.

Oder wenn die betäubungslose Ferkelkastration weiter durchgeführt wird, sollte sie doch zumindest unter Narkose oder örtlicher Betäubung stattfinden. So wie es bei Schweinen mit einem Lebensalter über 7 Tagen gemacht wird oder im Fall der Schweiz auch bei den kleinen Ferkeln.

Foto von einem Ferkel in einem Stall auf Spaltenboden

Was kannst du tun, um den Ferkeln zu helfen?

Da hier aber bisher weder die Politik vernünftig in die Gänge kommt, noch die Beteiligten in der Schweinewirtschaft oder dem Handel durch eigene, tatsächliche Alternativen glänzen, wird es Zeit für einen Weckruf.

Hilf uns bitte, dass dieser Umstand allen Menschen bekannt wird. Und arbeite über verschiedene Aktionen mit uns zusammen, die Situation in Österreich deutlich zu verändern!

Du kannst dich dazu in unseren Kampagnen-Verteiler eintragen, um regelmäßig Emails mit Neuigkeiten und Aktionsmöglichkeiten rund um die Initiative für ein Ende der betäubungslosen Ferkelkastration zu bekommen!

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